Hoch oben auf einem Hügel thront sie majestätisch über der apulischen Landschaft: Ostuni, die „Città Bianca”. Mit ihren strahlend weißen Häusern, verwinkelten Gassen und atemberaubenden Ausblicken über die Adriaküste verzaubert diese Perle jeden Besucher vom ersten Moment an. Die Stadt ist ein lebendiger Ort voller Geschichte, Kultur und mediterranem Charme.
Überblick
Freut euch auf eine perfekte Mischung aus Geschichte und Dolce Vita! In Ostunis malerischer Altstadt taucht ihr ein in ein Labyrinth aus weißgetünchten Gassen, wo sich hinter jeder Ecke neue Überraschungen verbergen. Entspannt bei einem Aperitivo auf einer der vielen Terrassen mit Meerblick, schlendert durch die lokalen Märkte oder lasst euch von der herzlichen italienischen Gastfreundschaft verwöhnen.
Die Umgebung bietet kristallklare Buchten, uralte Olivenhaine und authentische traditionelle Gutshöfe. Ob ihr nun Strandliebhaber, Kulturfans oder Feinschmecker seid – Ostuni vereint alles, was das Herz begehrt. Hier findet ihr die perfekte Balance zwischen Entspannung und Entdeckungslust.
Strände
Die Küste von Brindisi ist ein wahres Paradies für Strandliebhaber. Auf einem etwa 20 Kilometer langen Abschnitt erwarten euch sowohl lange Sandidylle als auch versteckte Felsbuchten. Das kristallklare Wasser lädt zum Schwimmen und Schnorcheln ein.
Rosa Marina
Dieser weitläufige Strand ist einer der beliebtesten Hotspots der Region – und das aus gutem Grund! Rosa Marina besticht durch seinen feinen, goldenen Sand und das flach abfallende, türkisfarbene Wasser, das speziell für Familien mit Kindern ideal ist. Der Abschnitt ist Teil einer gleichnamigen Ferienanlage, aber auch für externe Besucher zugänglich. Besonders charmant sind die kleinen Dünen im hinteren Bereich, die von mediterraner Vegetation bewachsen sind.
Ihr findet hier moderne Einrichtungen wie Liegen, Sonnenschirme und mehrere Beach Bars. Ein weiteres Highlight ist der kleine Jachthafen am nördlichen Ende, wo ihr bei Sonnenuntergang die einlaufenden Boote beobachten könnt. Die Wasserqualität ist hochkarätig und wurde mehrfach mit der Blauen Flagge ausgezeichnet.
Lido Morelli
Eine naturbelassene Oase erwartet euch am Lido Morelli. Dieser Strand hebt sich durch seine unberührte Schönheit ab. Charakteristisch sind die ausgedehnten Dünensysteme, die zu den besterhaltenen in ganz Apulien gehören. Der weiße Sand erstreckt sich über mehrere Kilometer, unterbrochen von kleinen Buchten und natürlichen Felsformationen. Das Besondere hier ist die absolute Ruhe – keine laute Musik, keine überfüllten Bars, nur das Rauschen der Wellen und der Duft von wildem Thymian und Rosmarin. Bringt eure eigene Verpflegung mit, denn Einrichtungen sind hier bewusst minimal gehalten, um den natürlichen Charakter zu bewahren.
Torre Pozzelle
Diese malerische Bucht liegt am Fuße eines historischen Wachturms aus dem 16. Jahrhundert. Der Strand selbst ist eine Mischung aus gröberem Sand und kleinen Kieselsteinen, eingerahmt von dramatischen Kalksteinklippen. Das Wasser ist hier besonders klar und ideal zum Schnorcheln – in den felsigen Bereichen könnt ihr eine vielfältige Unterwasserwelt entdecken.
Ein schmaler Pfad führt vom Parkplatz durch duftende Macchia zum Strand hinunter. Hier gibt es eine rustikale Beach Bar, die frische Panini und kalte Getränke serviert. Der oben erwähnte Turm bietet nicht nur einen malerischen Hintergrund für eure Fotos, sondern auch interessante Einblicke in die Verteidigungsgeschichte der Region.
Pilone
Ein echter Geheimtipp unter den Locals: Pilone besticht durch seine entspannte Atmosphäre und die perfekte Mischung aus natürlicher Schönheit und guter Infrastruktur. Der Strand variiert zwischen sandigen Abschnitten und kleinen Felsbuchten, was für angenehme Abwechslung sorgt. Besonders beeindruckend sind die rötlichen Klippen, die im Abendlicht golden schimmern.
In den Sommermonaten findet ihr hier einige gut geführte Lidos mit ausgezeichneter Küche – probiert unbedingt die frischen Meeresfrüchte! Ein Highlight ist die Möglichkeit, Kajaks zu mieten und die Küste auf eigene Faust zu erkunden. Es gibt auch einige natürliche Höhlen, die vom Wasser aus zugänglich sind.
Sehenswürdigkeiten
Ostuni ist ein lebendiges Museum unter freiem Himmel. Die Stadt vereint mittelalterliche Architektur, barocke Pracht und zeitlose mediterrane Atmosphäre. Jede Gasse und jeder Platz erzählt seine eigene Geschichte.
Kirchen von Ostuni
Die Kathedrale von Ostuni ist nicht nur das spirituelle Zentrum der Region, sondern auch ein architektonisches Glanzstück, das verschiedene Stilepochen vereint. Der imposante Bau aus dem 15. Jahrhundert thront auf dem höchsten Punkt der Altstadt und ist schon von weitem sichtbar. Besonders beeindruckend ist die große Rosette mit 24 fein gearbeiteten Strahlen – ein Meisterwerk der Gotik. Im Inneren überrascht das Gotteshaus mit einer Mischung aus barocken Elementen. Achtet im Detail auf die kunstvollen Fresken in den Seitenkapellen und die original erhaltene Holzdecke aus dem 16. Jahrhundert. Ein absolutes Highlight ist der Aufstieg zum Glockenturm, von dem aus ihr einen atemberaubenden Panoramablick über das Meer genießen könnt.
Zwei weitere sehenswerte Kirchen in Ostuni sind die Chiesa di San Giacomo in Compostela, auch Kirche des Purgatorio genannt, und die Chiesa di San Francesco d’Assisi. Erstere besticht durch ihre beeindruckende barocke Fassade mit Totenköpfen und Skeletten als Verzierungen, die an die Vergänglichkeit des Lebens erinnern. Im Inneren findet ihr wunderschöne Fresken und Altäre. Letztere beherbergt kostbare Kunstwerke und ein ehemaliges Franziskanerkloster. Besonders imposant ist die ornamentale Fassade und der gut erhaltene Kreuzgang des Klosters.
Masserie
In der Umgebung von Ostuni findet ihr zahlreiche historische Landgüter, die einst das Herzstück der apulischen Landwirtschaft bildeten. Viele dieser imposanten Anlagen wurden liebevoll restauriert und bieten heute einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der Region. Besonders sehenswert ist die Masseria Brancati, die für ihre jahrhundertealten Olivenbäume berühmt ist. Einige der Bäume sind über 2.000 Jahre alt und noch immer in Produktion.
Bei einer geführten Tour könnt das „Grüne Gold” Apuliens verkosten. Die architektonischen Details der Masserie, wie die massiven Befestigungsmauern, die charakteristischen Trulli-Nebengebäude und die alten Mühlen, erzählen von einer Zeit, als diese Güter autarke Mikrokosmen waren.
Centro Storico
Das historische Zentrum von Ostuni ist ein verzauberter Irrgarten aus weißgetünchten Gassen, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die charakteristische Farbe der Häuser hat einen praktischen Ursprung: Sie reflektiert das Sonnenlicht und hält die Bauten im Sommer kühl. Beim Spaziergang durch die Altstadt entdeckt ihr zahlreiche architektonische Details wie gotische Portale, barocke Balkone und kunstvoll gestaltete Innenhöfe. Besonders fotogen sind die vielen Bögen, die sich über die engen Gassen spannen. Ein Highlight ist die Piazza della Libertà mit dem elegant geschwungenen Palazzo San Francesco. Abends, wenn die untergehende Sonne die hellen Mauern in warmes Licht taucht, entfaltet das Geschehen einen ganz besonderen Zauber.
Palazzo Vescovile
Dieser Bischofspalast aus dem 16. Jahrhundert ist ein beeindruckendes Beispiel der Renaissance-Architektur in Apulien. Die imposante Fassade mit ihren kunstvoll gearbeiteten Fenstern und dem prächtigen Portal zeugt vom einstigen Reichtum der Stadt. Im Inneren beherbergt der Bau eine bedeutende Sammlung historischer Dokumente und kirchlicher Kunstschätze. Sehenswert ist auch die große Loggia im ersten Stock, von der aus ihr einen herrlichen Blick über die Piazza habt. Die angrenzende Bibliothek beherbergt wertvolle illuminierte Handschriften und frühe Drucke. Ein absolutes Highlight ist der Festsaal mit seinen original erhaltenen Fresken, die Szenen aus dem Alten Testament darstellen.
Aktivitäten
In und um Ostuni gibt es unzählige Möglichkeiten, aktiv zu werden und die Region auf besondere Weise zu erkunden. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder auf dem Boot: Hier findet jeder seine liebste Art, die apulische Lebensart zu entdecken.
Tour durch das Valle d'Itria
Das Tal ist ein wahres Postkartenmotiv zwischen Ostuni und Martina Franca, das wie geschaffen für Touren mit dem E-Bike ist. Verschiedene Anbieter in Ostuni verleihen hochwertige Fahrräder und bieten organisierte Ausflüge an. Die typische Route entführt euch durch uralte Olivenhaine, vorbei an verstreuten Trulli und malerischen Landhöfen. Mit dem elektrischen Antrieb meistert ihr auch die Hügel mühelos und könnt so die gesamte Schönheit der Landschaft genießen. Unterwegs gibt es zahlreiche Stopps bei regionalen Bauern: Probiert frischen Käse, Olivenöl oder ein Glas Primitivo.
Locorotondo Weinberge
Das kreisrunde Städtchen Locorotondo ist nicht nur architektonisch ein Highlight, sondern auch ein Paradies für Liebhaber edler Tropfen. Die Region ist besonders für ihre DOC-Weißweine bekannt, die aus der heimischen Verdeca-Traube gekeltert werden. Mehrere historische Güter bieten professionelle Verkostungen an, oft kombiniert mit einer Führung durch die Berge und Kellereien. Die Sommeliers erklären euch die Besonderheiten der lokalen Produktion und die perfekte Food-Pairing-Kombination. Viele Angebote beinhalten auch kleine Snacks mit regionalen Spezialitäten.
Höhlen erkunden
Die Grotten von Castellana sind ein faszinierendes unterirdisches Reich aus Stalaktiten und Stalagmiten. Der Höhlenkomplex erstreckt sich über drei Kilometer und erreicht Tiefen von bis zu 70 Metern. Besonders beeindruckend ist die „Weiße Grotte” am Ende der Tour – ein riesiger Saal mit schneegleichen Formationen. Führungen werden in verschiedenen Sprachen angeboten und dauern je nach Route zwischen einer und drei Stunden. Die konstante Temperatur von 16 Grad Celsius macht den Besuch auch an heißen Sommertagen angenehm. Ein Tipp: Nehmt an der längeren Tour teil, sie führt zu den spektakulärsten Formationen. Festes Schuhwerk ist unabdingbar, da die Wege teilweise feucht sein können.
Marktbesuch in Cisternino
Der Montagsmarkt in diesem urigen Dorf ist ein lebendiges Beispiel apulischer Marktkultur. Schon früh am Morgen füllen sich die Straßen mit Ständen lokaler Produzenten. Hier findet ihr alles von frischem Gemüse über handgemachte Pasta bis zu lokalen Käsesorten wie Burrata und Caciocavallo. Besonders interessant sind die Textilstände mit traditionell gewebten Stoffen und Gewürzhändler mit ihrer duftenden Auswahl. Verhandeln ist erlaubt und sogar erwünscht! Hier findet ihr gewiss auch ein schönes Souvenir aus Italien. Nach dem Besuch solltet ihr unbedingt in einer der typischen „Macelleria” einkehren – Metzgereien, die abends zu Restaurants werden und die berühmten Bombette (gefüllte Fleischröllchen) servieren.
Città Bianche
Die „Weißen Städte” Apuliens sind ein architektonisches und kulturelles Highlight der Region. Jeder Vertreter hat seinen eigenen Charakter: Locorotondo besticht durch seine perfekt runde Altstadt und die typischen „Cummerse” (spitze Häuserdächer), Cisternino ist bekannt für seine lebendige Gastronomieszene und versteckte Plätze und Martina Franca beeindruckt mit prächtiger Barockarchitektur. Die Spots liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt und lassen sich gut an einem Tag erkunden. Am besten startet ihr früh in Martina Franca, macht mittags Pause in Locorotondo und lasst den Tag beim Sonnenuntergang in Cisternino ausklingen. Jede Città Bianche bietet auch interessante Shops mit lokalem Kunsthandwerk.
Reise-Infos
Bevor ihr euren Urlaub in Italien plant, gibt es einige wichtige Informationen, die euch die Organisation erleichtern. Freut euch auf hilfreiche Tipps für einen perfekten Aufenthalt in der Region Apulien.
Ideale Reisezeit und Reisedauer
Die Hauptsaison erstreckt sich von Juni bis September, wenn die Temperaturen zwischen 25 und 35 Grad Celsius liegen und das Mittelmeer angenehm warm ist. Juli und August sind die heißesten und touristischsten Monate. Der Frühling (April bis Mai) verzaubert mit blühenden Wildblumen und angenehmem Klima – ideal für Wanderungen und Radtouren. Der Herbst (September bis Oktober) lockt mit warmem Badewasser, weniger Zulauf und der spannenden Olivenernte. Selbst der Winter hat seinen eigenen Reiz – das Wetter bleibt meist mild.
Für die Reisedauer empfehlen wir euch, mindestens sieben Tage einzuplanen. So habt ihr genügend Zeit, sowohl die Stadt selbst als auch die Umgebung zu erkunden. Mehr als eine Woche erlaubt euch, zwischen Besichtigungen und Strandvergnügen abzuwechseln, einen Kochkurs zu besuchen und auch mal einen entspannten Ausflug zu den Nachbarorten zu unternehmen.
Anreise und Fortbewegung vor Ort
Die einfachste Anreise nach Ostuni erfolgt über den Flughafen Brindisi, der etwa 40 Kilometer entfernt liegt. Von dort könnt ihr entweder einen Mietwagen nehmen (empfohlen für maximale Flexibilität) oder den Shuttle-Service nutzen, der euch direkt ans Ziel bringt. Alternativ fliegt ihr nach Bari (etwa 100 Kilometer entfernt) – Hier fahren regelmäßig Züge nach Ostuni. Das Ganze dauert etwa eineinhalb Stunden und bietet schöne Ausblicke auf die Küste.
In Ostuni selbst ist die Altstadt autofrei und am besten zu Fuß zu erkunden. Für Ausflüge in die Umgebung ist ein eigener PKW praktisch, aber nicht zwingend notwendig. Die öffentlichen Busse verbinden euer Reiseziel mit den Stränden und Nachbarorten. In der Hochsaison gibt es auch einen praktischen Strand-Shuttle. Viele Hotels bieten einen Fahrradverleih an.
Essen und Spezialitäten
Die apulische Küche ist berühmt für ihre Einfachheit und die Qualität ihrer Zutaten. In Ostuni erwartet euch eine kulinarische Entdeckungsreise: Probiert unbedingt die handgemachten Orecchiette, oft serviert mit Cime di Rapa (Stängelkohl) oder frischen Kirschtomaten. Eine lokale Spezialität sind die bereits erwähnten „Bombette” – gefüllte Fleischröllchen, die traditionell beim Metzger gekauft und im Restaurant zubereitet werden. Die Region ist auch bekannt für hervorragende Meeresfrüchte – von gegrillten Oktopus bis zu rohem Seeigel ist alles dabei.
Nicht zu vergessen das exzellente Olivenöl, das ihr überall probieren könnt. In den traditionellen „Rosticcerie” findet ihr köstliche Focaccia und rustikale Snacks. Achtet auf die kleinen Familienbetriebe abseits der Touristenpfade – hier ist die Küche oft am authentischsten. Viele Restaurants bieten mittags günstige Menüs an, abends wird meist à la carte gegessen.
Hotels und Unterkünfte
In der Altstadt locken charmante Hotels in restaurierten Palazzi. Hier wohnt ihr mitten im historischen Ambiente mit traumhaften Ausblicken von den Dachterrassen. Eine besonders authentische Option sind die umgebauten Gutshöfe im Umland. Sie bieten luxuriöse Zimmer, oft mit Pool und eigenem Restaurant. Viele haben auch Olivenhaine und produzieren eigenes Öl. Wer es ursprünglich mag, findet auch authentische Trulli – die typischen Rundbauten Apuliens. Sichert euch die Unterkunft rechtzeitig, denn die besten Adressen sind oft Monate im Voraus ausgebucht.